Steven Wilson mag keine MP3s

Der Mann hinter Porcupine Tree promotet anders.
Ich muss mal wieder den guten alten CD-Player anwerfen. Fühle mich schmutzig. Obwohl ich seine Alben stets kaufe. Schlimm.










Ignorante Hardware

Schon toll, so ein Multifunktionsgerät. Der Canon MP610 druckt fabelhaft, scannt erträglich und ist somit für ne kleine Mark ein guter Freund im Home-Office.

Sagte ich, dass er erträglich scannt? Wer Multifunktionsgeräten skeptisch gegenüber steht, wird jetzt herzlich kichern. Die Scheißkiste scannt nämlich NICHT, wenn ... na, ne Idee? ... eine Tintenpatrone leer ist! DA FLIPP ICH AUS! "Der Drucker befindet sich im Wartungszustand". Tinte leer, Scanner nicht erreichbar. Ich krieg's im Kopp.

ABZIEHER!

Und wieder eine!

Das Wesen der Karikatur ist die Übertreibung, nicht die Verhohnepiepelung. Daher ist es natürlich überhaupt nicht so, dass die Liebe der Karikatur im Wege stünde. Der eigene Anspruch schon.
Hier also nun die nächste im Bunde: in rehäugiger Verzückung, mein Arschhase.


Offene Gewaltandrohung.

Werbung ist Dreck. Das ist halt so. Grundsätzlich nicht, denn Peta (mal reinschauen, lohnt immer!) macht auch "Werbung". Was aber grundsätzlich gilt: Werbetreibende sind die Brut des Teufels. Eine Rotte aus emotional verrohten und leichenfressenden Gammelmenschen, die hysterisch lachend den Weltuntergang herbei trommeln (siehe auch: "Werbetrommel"). So wie einst Joseph Goebbels, von dem sie viel lernten. Es wird Reklame sein, die den Homo sapiens final von diesem Planeten fegen wird. Nicht Krankheiten, nicht die Bombe, es wird Reklame sein. Und ich sage Euch: Es wird die Ratte sein und die Kakerlake, die auch dann noch ihre Wege gehen. Weil sie nicht auf Werbung achten.

Der Jens echauffierte sich vor einiger Zeit über das nervigste T-Shirt der Welt. Das KiK-Leibchen. Hier im Westen preist es seinen Unfug an, im Osten peitscht es nicht mehr ganz so drollig seine Sklaven. Doch KiK ist derzeit nicht so präsent wie das neueste Werk des Fürsten der Finsternis: dieses Monster-Plakat von Schlecker. ES MACHT MICH KOMPLETT FERTIG!

An jeder roten Ampel grinst mich dieses Telefon-Paar an! Während die blondgelockte Funkwachtel mich Schlecker-typisch emotional in keiner Richtung anrühren kann, bringt mich dieses Männchen-Imitat jeden Tag ungezählte Male an den Rand der Beherrschung! Unbändiger Groll türmt sich in mir, jedes Mal, wenn ich mich mit diesem meterhohen Grinsepansenmann konfrontiert sehe, den Schlecker wohl als besonders flotten Typen seiner Gattung und als Zielgruppenrocker auserkoren hat. Mein Gott! Für solche Schootings gibt es Kriterien! Und zu Recht! Oder war es so gemeint, dass zwei völlige Bumsbirnen die Aussage des Plakates möglichst nicht stören sollen? Nicht ablenken? EPIC FAIL!

Lieber Schleckermann. Bete, dass ich Dich nie treffe! Meine grundsätzlich völlig gewaltlose innere Haltung wird donnernd in sich zusammenstürzen! Und dann is Kirmes, mein Freund!

Russland vs. Ich. Ein Finale.

Oft habe ich mich gefreut. Und genauso oft wurde ich enttäuscht. Dies festigte mein Weltbild: freu Dich nicht, es wird eh nix draus. Doch nun ...
Soeben traf ich den Russen. Im Treppenhaus. Und er trug Dinge bei sich, die meine Augen groß werden ließen: Zwei Rollen Tapete. Aber halt! Er will nur renovieren und macht daher nur noch mehr Krach als eh schon. Also bei sich bleiben. Nicht zu früh freuen.

Aber dann trat der Russe an mich heran und sprach wie er schöner nicht hätte sprechen können:
"Paar Tage wird lauter."

"Warum? Renoviert ihr?", fragte ich, um die Vorfreude im Keim zu ersticken.
"Wir ziehen um. Sonnenstraße".

Verdammt! Wo die Sonnenstraße ist, ist ohn Belang, denn sie ist nicht hier! Ob mein Haar wieder zurückkommt, verkümmerte Hoden sich wieder entfalten, oder ich Kinder wieder gern haben kann, ist ungewiss. Gewiss ist, dass er geht. Wann das sein wird, weiß ich nicht, denn ich wollte nicht länger fragen, da ich ihn sonst dankbar in den Arm genommen oder spontan rektal verwöhnt hätte.

Dabei sei ihm eines hinterhergerufen: Der Russe ist nicht schlimm gewesen. Er war immer nett und hilfsbereit, was ich ihm gern mit Nettigkeit und Hilfsbereitschaft entlohnt habe. Aber das Gezöcht, dass ihn umkreist, ist die Brut der Hölle und wird es wohl bleiben. Ich winke ihm nach und wünsche ihm alles Gute mit den nächsten Nachbarn!

Paka!

Wie ich einmal Hilfe erbat

"Guten Tag, ich bin der Herr (x) mit der Schweinepest. Wir hatten telefoniert."
"Ich muss sie leider bitten, noch 20 Minuten draußen zu warten. Ich darf sie nicht ins Wartezimmer lassen."

Natürlich. Wenn die Hirse schmerzt und man sich so richtig unten fühlt, wusste auch schon Oma: Da hilft nur eins - draußen stehen. Eben dies tat ich dann auch ne halbe Stunde, bis man mich mit einem Mundschutz winkend hinein bat.
"Legen sie die bitte an."
"Bitte?"
"Müssen sie leider."
"Wie geht denn das?"
Sie wusste es auch nicht, schraubte aber bemüht an mir herum, bis ich niemanden mehr gefährden konnte. Unterdessen las ich die nagelneuen Hygiene-Vorschriften für Schweinegrippe und generelle Panikseuchen.
"Dürfte ich noch ihr Versicherungskärtchen haben?"
"Schon. Aber ich darf es Ihnen nicht geben. Ich hätt's dann berührt und Sie dürften es nicht mehr anfassen."
Ich hielt ihr mein offenes Portemonaie hin, was sie nicht so lustig fand wie ich.

"Darf ich das jetzt wieder abnehmen?", fragte ich den Arzt mit Ausbildungsgefolge einige Minuten später. Ich wusste: in den Hals gucken geht damit nicht. "Moment!", sprach er hektisch, "was haben sie denn?"
Was ich habe? Geht man nicht mehr zum Arzt, um eben das zu erfahren? Erwarte ich wieder zuviel?
"Das weiß ICH doch nicht!"

Als Doc und seine Helferlein alsbald ihre eigenen Servietten angelegt hatten, durfte ich aber mein Gesicht räumen. "Leicht verschwitzt", murmelte Nathan der Weise, womit er mich wenig beeindruckte, denn unter so ner Hustehaube schwitzt man nunmal etwas. Doch dann gab er all sein Wissen preis: "Die Nase ist gerötet." Verdammt! Wie er nur immer auf so was kommt! Hätt ich doch auch mal was Ordentliches studiert wie er! Heute morgen stand ich Stunden vor dem Spiegel und wunderte mich. Und ich fragte auch meine Liebste: "Was ist anders an mir?" Wir kamen nicht drauf. Endlich wusste ich es. Die Nase ist gerötet.
Als ich diesen Gedanken fertig gedacht hatte, verließ das Medizinerpack auch schon wieder den Raum. Ich fragte noch hinterher, ob ich weiterhin mein Gesicht verhüllen müsse, bekam aber schon keine Antwort mehr. Ich ließ es daher bleiben. Die Gefahr schien gebannt. Meine Nase war gerötet und das war offensichtlich kein Anzeichen für die Schweinepest.

An der Tür warf man mir noch ein Rezept hinterher, was bei mir die üblichen Fragen aufwirft, die ich dann halt vor der gesamten Praxis erörtern musste, weil mir ein so genanntes Patientengespräch mit roter Nase nicht zusteht. "Sie wissen ja, dass ich auf manche Antibiotika ... naja, sie wissen schon ..."
"Wir machen's erstmal so."
Auf Wiedersehen.

Mein Hausarzt ist als Sieger nach einem langen Test von Ärzten hervorgegangen. Als eben der, der noch mit mir als Patient spricht und deshalb mein Geld bekommen soll. Und natürlich hat er den Vorteil, dass er aussieht wie Peter Griffin von Family Guy. Und das ist ziemlich traurig. Wahrscheinlich hätte ich woanders ein Gipsbein bekommen, oder ne Goldkrone. Ich weiß es nicht. Was ich auch nicht weiß: Was hab ich denn nun? Auf dem Weg nach Hause sah ich in die Bescheinigung, die mich heute vom Arbeiten freistellte. Diagnose: J.soundso. Ein Code. Geht mich ja auch nix an. Heißt wahrscheinlich auch nur: "Will Aufmerksamkeit und nervt. Bitte Placebo aushändigen."

Die Apothekerin gab murmelnd mein Medikament heraus. Dreist wie ich bin fragte ich: "Kann man da noch was tun, also, ich mein, meine Nebenhöhlen sind dicht ... so irgendwas zum Dampfen? Also ..."
"Ja, da können sie dies nehmen. Oder das. Oder jenes. Auf Wiedersehen."
Verdammt! Dies ist eine Apotheke! Es wäre doch gelacht, wenn's hier nicht sowas gäb! Also wurde ich richtig frech: "Könnten Sie mir bitte etwas in dieser Art verkaufen???"
"Was denn?"
"Irgendwas! Was würden SIE denn nehmen?"
Da hatte ich sie! Sie legte mir was in die Tüte und murmelte was von acht Euro. Goldstaub offenbar. Wozu es gut ist, steht sicher in der Verpackungsbeilage. Da geh ich nur noch mit DocMorris-Mütze hin, ich schwör's.

Schon hübsch das Ganze. Zumal sich solche Stories häufen. Die Arztpraxis mutiert zum Rezeptkiosk. Und die Medizin-Ausgabe kommt wie die Bedienung der Mensa daher. Teller hinhalten und Schnauze!
"Guten Tag, Herr Doktor, ich habe bereits im Internet recherchiert, dass ich eine H.674.J.4. habe."
"Sehr gut, hier ihr Zettel. Auf Wiedersehen. Sagen Sie der Krankenkasse bitte, dass sie mich hier gesehen haben. Und kommen sie bitte erst in 6 Monaten wieder, sonst bezahlt mir das keiner."

Schmidt!

Danke, Schmidt.
Es ist fürchterlich lange her, dass ich jeden Abend pünktlich vor dem Fernseher saß. Aber es scheint, dass ich, zumindest donnerstags, wieder einen festen TV-Termin habe. Der unfassbar nervtötende und unlustige Pocher ist fort und Schmidt darf wieder frei schwimmen, ohne einen hinter sich her zu ziehen. Spätestens mit Lothar Scholl-Latour vergangene Woche war ich wieder komplett im Schmidt-Bann. Und da gehör ich auch hin.

Und was seh ich da heute? Dr. Udo Brömme! Danke, Schmidt!

Und so eine herrlichen Tritt in Pochers Arsch wie es heute zu sehen gab, hätte der Zuschauer sich kaum wünschen können. "Das ist doch ein Fake!", denk ich noch, als gerade die Blonde aus dem Publikum sich als einzige meldete, um sich Brausepulver aus dem Bauchnabel lecken zu lassen. Aber Moment ... ist das nicht des Pochers Ex? Monica Ivancan? Ich hab keine Ahnung, ob sie es wirklich war, aber sie war zumindest gemeint. Dass Schmidt ihr tatsächlich in den Bauchnabel rotzt, erinnert an alte Zeiten mit einer sehr überraschten Verona Feldbusch. Wunderbar.

Auf die guten Dinge muss man halt ein bisschen warten. Auch im Fernsehen.
Das kann so weitergehen! Danke!

Äußerst komisch finde ich indes auch, dass der Zentralrat der Juden verlangt, Schmidt möge sich für den Vergleich mit der Agentur für Arbeit und dem Lager in Auschwitz entschuldigen. Das verlangt wohlgemerkt der Zentralrat der Juden, nicht die Arbeitsagentur!

Stahlträger San

Wir gratulieren dem Stahlträgermann zu seinem 1.Dan im Jiu-Jitsu!

Der Worte sind bereits zuviel gesprochen, weshalb ich meine, dass ein Bild viel mehr sagt. So sehen Helden aus! Aufrecht und super frisiert! Da muss einfach ein Schwarzgurt dran.

Und bedenke: Ein wahrer Meister beherrscht die Techniken des Fresse-Haltens und der Genügsamkeit. Nicht nur auf der Matte, sondern auch beim Spiel.

Alles Gute nochmal.
Arschhase und raketenmann

Wieder einer!

Das ist wirklich schon Nr. 17, und langsam lern ich's.

Danke vorweg für den Applaus. Er ist durchaus angebracht und völlig gerechtfertigt.
Lieber S., es war ein riesen Spaß!

Bitte keine Bärte mehr!



Hihihihi



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